Welches Intervall für einen Zeitraffer?
Von Teddy Verneuil · Veröffentlicht am
Das Intervall ist die Zeit zwischen zwei Fotos. Ist es zu kurz, füllst du den Speicher umsonst. Ist es zu lang, ruckelt die Bewegung. Den richtigen Wert rechnet man aus, man rät ihn nicht.
Die Formel
Du brauchst drei Zahlen: die Dauer der Szene, die Länge des fertigen Videos und die Bilder pro Sekunde.
- Anzahl der Fotos = Videolänge × Bilder pro Sekunde
- Intervall = Dauer der Szene ÷ Anzahl der Fotos
Ein Rechenbeispiel
Ein Sonnenuntergang dauert 1 Stunde. Du willst ein Video von 30 s mit 30 Bildern pro Sekunde.
- 30 s × 30 Bilder pro Sekunde = 900 Fotos
- 3.600 s ÷ 900 Fotos = 4 s Intervall
In Interval belegen diese 900 Fotos in voller Qualität etwa 3,15 GB. Das zeigt der Rechner an, bevor du die Aufnahme startest, zusammen mit der nötigen Zeit und dem Akkubedarf.
Startwerte je nach Szene
Das sind Startwerte, keine Regeln. Mach eine Testaufnahme mit 20 Fotos, bevor du die echte Session startest.
- Sonnenuntergang: 2 bis 5 s. Das Licht ändert sich schnell, aber gleichmäßig.
- Wolken: 1 bis 3 s, je nach Windgeschwindigkeit. Je schneller sie ziehen, desto kürzer das Intervall.
- Verkehr, Menschenmengen: 0,5 bis 2 s. Interval geht bis hinunter auf 0,5 s.
- Baustelle, Pflanze, wandernder Schatten: 1 bis 10 Minuten. Die Bewegung ist sehr langsam, und die Session dauert Stunden.
Sperre die Einstellungen
Ein gutes Intervall nützt nichts, wenn das Bild flackert. Das Flackern entsteht durch automatische Nachjustierungen von ISO, Verschlusszeit und Weißabgleich zwischen zwei Fotos. Stell sie von Hand ein und sperre sie, bevor du startest. Der manuelle Modus von Interval macht das für ISO, Verschlusszeit, Weißabgleich und Fokus.
Und bei der Hyperlapse?
Hier gibt es kein Intervall zu berechnen. Du nimmst bei jedem Tippen ein Foto auf, bewegst dich dazwischen und hältst den Zielpunkt an derselben Stelle im Bild. Die Stabilisierung erfolgt beim Zusammenfügen.